Robin Hood und Sherlock Holmes.

Hallo

Hier ist Franzy. Tut uns leid, dass wir so lange nicht geschrieben haben.

Also.. wir waren von nottigham zum Sherwood Forest gefahren. Da War es ziemlich schön....

Hallo, hier ist Johnny, Franzy fährt jetzt.
Wir sind auf dem Weg nach Chester, aber dazu komme ich später nochmal

Der Sherwood Forest ist (natürlich) hauptsächlich ein Touristenmagnet, selbst jetzt im Herbst noch. Beim Spazieren wurden wir ständig überrannt von kleinen französischen Erstklässlern oder von größeren französischen Kunststudenten.
Ansonsten ist es aber wirklich schön dort, die Hunde sind alle zwei Minuten fast ausgerastet wegen der Eichhörnchen, aber sonst kann man da unheimlich gut spazieren gehen.
Auch um halb 6 abends, denn es ist ja noch nicht so dunkel und es ist ja auch fast noch gar nicht (und selbst wenn nur ein ganz kleines bisschen) Winter und es bleibt bestimmt auch noch eine Weile hell.
Oder eben auch nicht.
Vielleicht gehen wir auch einfach zwei Stunden lang verloren :D
Je nachdem.
Es wird langsam dunkler und die Nachtgeräusche sind ganz hervorragend gruselig.
Immerhin wissen wir ungefähr wo wir lang müssen, so brauchen wir nur etwa doppelt so lange für den Rückweg, wie für den Hinweg. Und das alles im Dunkeln, im Wald. Wir haben jeden Moment erwartet, von Robin Hood in einen Hinterhalt geführt zu werden.
Währenddessen hat es angefangen zu regnen.
Und wir haben beide nur Pullover an, denn Jacken sind bei dem milden Wetter für den kurzen Spaziergang ja nicht notwendig.
Auch meinem Schuh ist es zu warm, sodass es sich nach einigem Kampf von seiner Sohle löst.
Die letzte halbe Stunde laufe ich also mit einem perfekten, warmen Fuß und mit einem kalten, nassen, dessen Schuh die Qualitäten einer Socke nur schwer erfüllen kann.

Auf jeden Fall sind wir wieder zurück gekommen (offensichtlich). Mit den Orientierungspunkten: Pferdescheiße, Holzpfahl, Vogelfutterdingsi, seltsamer Zaun und große Pfütze finden wir unseren Parkplatz wieder.
Der ist inzwischen abgeschlossen und wir müssen (leider leider) die Nacht dort verbringen.
Direkt nebenan ist natürlich ein Rummel, wo uns der französische Kindergarten wieder begegnet. Was heißt begegnet - ihr Gekreische hat uns in dieser Nacht bis in unsere Albträume verfolgt.

Ja. Wir waren noch ein par Mal im Sherwood Forest, es War jedes Mal sehr schön Es ist ein wirklich imposanter Wald, in dem man an jeder Ecke eine Gruppe von Merry Men wähnt.
Ich war natürlich Tourist und hab mich im Last-Minute-Robin Hood-Coldplay auf Baumstümpfe gestellt und Fotos gemacht :D

Ansonsten gibt es auch noch weniger schöne Nachrichten...
Mit dem Regen haben wir natürlich gerechnet... auch damit, dass wir im Winter fahren und das in einem sehr alten Auto.
Wir konnten allerdings nicht mit allem rechnen.
Das fehlende Fenster bereitet uns Probleme, auch wenn wir inzwischen eine halbe Rolle Klebeband drüber geklebt haben.
Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen: Das Auto ist inzwischen in einem nicht England-tauglichen Zustand.
Wir haben lange darüber nachgedacht und die Schäden gegen all das Schöne aufgewogen, das uns hier passiert ist.
Aber letztendlich haben wir eine Entscheidung getroffen. Und, ganz ehrlich, sie gefällt mir immer noch nicht und ich schwanke immer noch und Franzy geht es genauso.
Aber wir werden nach Hause kommen.
Im Moment fahren wir nach Chester, denn einfach so, auf geradem Weg nach Hause fahren, das wollten wir dann doch nicht.
Im Grunde ist es der Kompromiss zwischen der Vernunft und unserem Trotz.
In Chester ist ein Pfandhaus, das wir uns ansehen wollen. (Das aus Pfandhaus UK, auf dem History Chanel und die haben eine TARDIS und einen Dalek und all sowas und wir werden nichts kaufen aber es ist eine Art Sightseeing - genauso wie Stonehenge, das auch auf unserem Weg nach Dover liegt.
Wir sind also noch eine Weile hier für euch da.
Zumindest hoffen wir das, denn unsere Elektronik macht wohl auch nicht mehr lange mit. Das Laptop ist schon so gut wie tot. :/
Aber wir machen das hier nochmal!
Vielleicht das nächste Mal in einem Auto, das nicht 30 Jahre alt ist. Und nicht in einem Wohnmobil.
Eben eine Reise, bei der wir unsere Erfahrungen von dieser hier nutzen können.
Und vielleicht im Sommer

Okay... da habt ihr's. Wir haben aufgegeben.
Aber es sind Dinge, die außerhalb unserer Macht stehen. Eine weitere Reparatur können wir uns hier auch nicht leisten.
Also...
Bis die Tage würde ich mal sagen...

17.10.14 11:05

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Erich (17.10.14 15:19)
Vernunft ist manchmal der Mut zur Feigheit (G.B.Shaw)

Ich freu mich auf euch. (und nicht über meine ewigen Sprüche ärgern)

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